Geschichte des Vereins

„Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung“ – diese frühe Erkenntnis der Menschen, erstmals formuliert durch den Griechen Heraklit vor etwa 2.500 Jahren, gilt auch und insbesondere für den geschichtlichen Werdegang eines Landes, einer Region oder eines Wohnortes. Mit dieser Überzeugung trafen sich im Frühjahr 1991 interessierte Pankower Bürger in den Räumlichkeiten der „Stadtbezirks-Chronik Pankow“ in der Heynstraße 8 und gründeten am 26. September des gleichen Jahres den „Freundeskreis der Chronik Pankow e.V.“.

Damals wie heute ist es Ziel der Mitglieder unseres Vereins, Veränderungen festzuhalten und fast schon Vergessenes aufzubewahren. Alteingesessenen Pankowern wollen wir einen Raum zur Erinnerung geben, Hinzugezogenen ihre neue Heimat Pankow nahe bringen und bei Schülern das Interesse an geschichtlichen Zusammenhängen wecken.

1994 konnten wir das gerade rekonstruierte Brose-Haus (Küster-Palm-Haus) beziehen. Für den Verein ist es Ehre, Herausforderung und zugleich Verpflichtung, das Haus als offene Begegnungsstätte für alle Pankower mit Leben zu füllen.
Die Aktivitäten unserer Mitglieder sind vielfältig. Sie reichen von der Mitarbeit in der Redaktion unserer Mitteilungsblätter, über die Organisation und Gestaltung von Ausstellungen, von Veranstaltungen im Haus, Exkursionen, der Absicherung von Öffnungszeiten, der Besetzung von Informationsständen auf Märkten und Festen bis zur Gestaltung einzelner Projekte.
Neben der Heimatgeschichte widmen wir uns auch Kunst und Kultur. Die Liste der Pankower Künstler, die bei uns ausgestellt haben, ist lang. Gleiches gilt für Autoren, die hier aus ihren Büchern lasen.

Nicht zuletzt bieten wir unseren Mitgliedern auch eine Möglichkeit zur persönlichen Begegnung. Geschichte spiegelt sich immer auch in den Geschichten des Einzelnen wieder, und das Brose-Haus bietet dafür ein ideales Forum, gern auch bei Kaffee und Kuchen.

35 Jahre Freundeskreis der Chronik Pankow bedeuten auch Veränderungen in der Mitgliederschaft. Deshalb freuen wir uns immer, wenn sich Pankower finden, die mit Interesse und Engagement die Arbeit unseres Vereins auch in Zukunft aktiv mitgestalten möchten.

Und es lohnt sich, denn: „Der schönste, reichste, beste und wahrste Roman, den ich je gelesen, ist die Geschichte.“ (Jean Paul).